Stress

Man könnte meinen, wenn man keinen Stress hat, dann ist man nicht ausgelastet und leistet nicht genug!
Natürlich müssen Sie auch öfter an Ihre Grenzen gehen, damit Sie wachsen und die Herausforderungen des Lebens bewältigen. Sobald das Ziel erreicht ist, sollten Sie wieder Entspannung zulassen.
 
Ist es heute "In" Stress zu haben? 
Einige Arten:
  • Arbeitsstress
  • Schulstress
  • Beziehungsstress
  • Freizeitstress

 
Aber was ist Stress?
 
Stress und die daraus resultierenden Folgen werden unterschätzt, oft erst wenn wir, wie ich oft sage: "Unter dem Teppich sind und nicht mehr über". Versuchen wir mit einem Rundumschlag die Situation zu ändern.
 
Häufig tritt jedoch eine Stresssituation (situativen Stress) ein, ohne das man darauf vorbereitet ist, da die Anforderungen und der Druck von außen und innen immer größer und unübersichtlicher werden. Oft genügt eine Kleinigkeit die wir sehen oder hören und unser Unterbewusstsein schaltet auf Stressmodus. Das können alltägliche Situationen sein, wie der Stau im Straßenverkehr, das Kind kommt mit einer schlechten Schulnote nach Hause, der Arbeitskollege der mit dem Kugelschreiber auf den Tisch klopft, der Partner der die Butter nicht dort im Kühlschrank hinstellt, wo sie Ihrer Meinung nach stehen sollte.
 
Stress ist  eine ganz normale Reaktion, die eine Hormonausschüttung im Körper startet.
 
Stress führte bei den Steinzeitmenschen zur Reaktion von Flucht oder Kampf und war überlebensnotwendig!
Heute geraten wir aber nicht mehr durch die Gefahr von angreifenden Tieren in Stress, sondern durch:
 

 

Stressoren   
  •  Zeitdruck
  •  zuviel Arbeit
  •  Leistungsanforderungen
  •  Soziale Konflikte
  • Zukunftsängste
  • gesundheitliche Probleme,...
Motive und Einstellungen  
  • Ungeduld
  • Einzelkämpfertum
  • geringes Selbstwertgefühl
  • alles soll perfekt sein
  • Selbstüberforderung,...


Stressoren wirken auf uns von Außen, die Motive und Einstellungen wirken auf uns von Innen.

Das Ganze führt zur:

 
Stressreaktion 
kurzfristige Symptome
  • Kopf- oder Rückenschmerzen
  •  Störung im Magen/Darmtrakt
  • Schlafstörung
  • innere Anspannung / Unruhr
  • Reizbarkeit
  • konfuses Denken,...
langfristige Symptome
  • Infektionserkrankungen
  • Allergien
  • Migräne
  • Depressionen
  • Tumorbildung,…

Jeder hat das Recht auf seinen eigenen Stress, aber auch die Möglichkeit dem Stress durch die entsprechende Maßnahme entgegen zu wirken. Langfristig, anhaltender Stress ist Gesundheitsschädigend.

Gegenmaßnahmen:

  • lösen Sie Ihre familiären Probleme
  • überdenken Sie neg. Einstellungen
  • sei freundlich zu sich und anderen
  • üben Sie sich in Geduld
  • achten Sie auf gesunde Ernährung
  • machen Sie Bewegung im Freien
  • beachten Sie die richtige Atmung (Eine tiefe Bauchatmung unterstützt Sie bei Stress und Krankheit)
  • sorgen Sie für ausreichend Schlaf

Wir haben vieles gelernt und so "Einfaches" wissen wir nicht richtig anzufangen. Gerne empfehle ich dir das Buch "Der Healing Code", der auch mich in die richtige Richtung gelenkt hat. 

 

Hier ein interessanter Filmbeitrag. Wie wirkt sich Stress aus, mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen: www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=41334

 

 

Burnout

Der Begriff „Burnout“ wurde 1974 von dem Psychoanalytiker Herbert Freudenberger erstmals verwendet.

Ursache war eine besonders hohe persönliche Arbeitsbelastung, einhergehend mit einem hohen persönlichen Engagement. Beides führt zu einem Erschöpfungszustand. Damals fielen diese Syndrome bei „Helfenden Berufen“ (Arzt/Ärztin, Pflegeberufe, LehrerIn, ErzieherIn) besonders häufig auf.
 
Heute kann Burnout jeden betreffen, die KassiererIn beim Supermarkt, den KranfahrerIn genauso wie dem ManagerIn oder SozialarbeiterIn. Es kommt schleichend durch ständige kleine Reizungen wie: der verlegte Haustürschlüssel, der ständige Lärm in der Arbeit, zwischenmenschliche Konflikte,…. 
 

Merkmale:

Charakteristisch sind:
  •  körperliche und emotionale Erschöpfung,
  • anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche,
  • sowie der Verlust sich zu erholen.
Der Betroffene nimmt eine zynische, abweisende Grundstimmung gegenüber seinen Mitmenschen ein.  Gefühle der Hilflosigkeit, Unzufriedenheit oder die Angst zu Versagen und eine innere Unruhe können auftreten. Auf körperlicher Ebene kommt es zu einem schnelleren Herzschlag, erhöhter Muskelspannung sowie schneller Atmung.
 

Warnsymptome der Anfangsphase:

  • vermehrtes Engagement für ein bestimmtes Ziel
  • der Beruf wird zum hauptsächlichen Lebensinhalt
  • Verdrängen von Misserfolgen
  • Beschränkung der sozialen Kontakte
  • Chronische Müdigkeit
  • Energiemangel
  • Erschöpfung
  • Schlafstörung
  • Betäubungsverhalten (Alkohol, unkontrolliertes Rauchen,…)
  • Konfliktreicher Umgang mit anderen Menschen

 

Drei Wege zum Burnout:

  •   Perfektionistische Kontrollambition
Das zentrale Thema ist hier die Kontrolle. Der betroffene Mensch ist mit seinen Gedanken und Verhalten darauf ausgerichtet alles in seiner Umgebung selbst unter Kontrolle zu haben. Fehler (vor allem eigene), müssen vermieden werden.
Er ist unfähig zu delegieren und kümmert sich um alles selbst. Für ihn ist es eine Katastrophe, wenn die Dinge oder Menschen nicht funktionieren wie sie sollten, er reagiert gereizt, ungeduldig und ist bei Störungen leicht zu irritieren.
 
  •   Arbeitssucht
Der betroffene Mensch gewinnt seinen Selbstwert über die Arbeit und Leistung. Sein Denken und Handeln dreht sich einzig und alleine um die Arbeit, sie wird zum Lebensmittelpunkt. Er beginnt das viele Arbeiten zu verleugnen und zu bagatellisieren. Er legt sich Vorräte an, damit er Zeiten mit weniger Arbeit überbrücken kann. Ja, es kommt sogar zu Dosis Steigerung und zu Entzugserscheinungen. Der Betroffenen wird von der (Sehn-) Sucht nach Anerkennung getrieben, flüchtet vor der inneren Leere oder vor persönlichen Problemen. Er wird auch von einem möglichen labilen Selbstbewusstsein oder Versagensängsten angetrieben.
 
 
  •  Enttäuschte Erwartungen
Es beginnt zumeist mit einer idealistischen, enthusiastischen Anfangsphase, man engagiert sich stark für die neue Aufgabe. Der Betroffene steckt sich hohe Ziele ist optimistisch und möglicherweise überschätzt er sich selbst. Allmählich schleicht sich Frust ein, die angestrebten Ziele werden nicht erreicht oder unter enorm hohem Aufwand. Es werden ihm immer neue Knüppel zwischen die Beine geworfen oder das Ziel wird zwar erreicht aber die erwartete Belohnung bleibt aus.
Mit einer objektiven Einstellung wäre jetzt die richtige Zeit, die Enttäuschung hinzunehmen und ein neues realistisches Ziel zu setzten oder das Projekt zu überarbeiten. Der Betroffene ist jedoch blockiert, kann sich die Niederlage nicht eingestehen und beginnt den emotionalen und sozialen Rückzug.
 
 
Was mache ich, damit ich der „Falle“ Burnout entgegen wirke?
 
TIPP:
  •  Denken Sie positiv und umgeben Sie sich mit positiv denkenden Menschen.
  •  Stecken Sie sich keine zu hohen Ziele und bitten Sie um Hilfe wenn es nötig ist.
  •  Sprechen Sie mit Freunden über Erfolge und Enttäuschungen.
  •  Lassen Sie sich Zeit für Freizeit und schaffen Sie sich Genusserlebnisse.
  •  Vermeiden Sie Alkohol und Nikotin.
  •  Lernen Sie NEIN zu sagen.
  • Stärken Sie sich durch Ausdauerbewegung.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem.

Tun wir uns selbst etwas Gutes und schaffen wir Ausgleich!

Unter Bewältigung finden Sie Tipps und im Shop Produkte, wie Sie Ausgleich und Entspannung schaffen. 

 

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